Frühjahresklassiker Paris-Roubaix

Nur alle zwei Jahre findet die Jedermannversion des Frühjahresklassikers Paris-Roubaix statt. Und 2010 war es wieder soweit, Anfang Juni gab es wieder die Möglichkeit sich auf die Spuren der Radsportlegenden wie z.B. Fausto Coppi, Eddy Merckx oder jüngst Tom Boonen zu machen.

Auf der Distanz von knapp 250km warten ca. 45km Pavé (Kopfsteinpflaster), verteilt auf etwas über 20 einzelne Passagen auf die Teilnehmer. Darunter auch die legendäre Passage durch den Wald von Arenberg, diese gehört zu den schwierigsten Pavéabschnitten überhaupt. Der absolut krönende Abschluß dieses Rennens bildet dann die Einfahrt in das Velodrom von Roubaix. Hier wird dann, genau wie bei den Profis, noch eine Schlußrunde absolviert. Eine Runde über “heiligen Boden” des Radsports!

Das Profil dieses Rennens ist eher flach, jedoch sind es die Pavéabschnitte, die hier den Teilnehmern alles abverlangen. Auf der Tour durch “die Hölle des Nordens” wird Mensch und Material auf eine harte Probe gestellt. Ein absolutes “must have” des Radsports, nicht nur für Klassikerjäger!

Um für diese Tour gut gerüstet zu sein, empfehlen wir im Training das Fahren über Kopfsteinpflaster mit einzubauen. Es ist kraftraubend und erfordert schon eine gewisse Fahrsicherheit. Für mehr Fahrkomfort auf den Kopfsteinpflasterpassagen empfehlen wir, breitere Reifen zu montieren 25 oder 28mm und eventuell noch ein zweites Lenkerband. Und um Schäden an Laufrädern vorzubeugen sollte man herkömmliche stabile Laufradsätze mit 32 oder mehr Speichen montieren und somit auf leichtere Systemlaufräder verzichten. Denn das Material wird starken Belastungen ausgestzt.

1. Tag

Heute startet unsere Fahrt zur Tour durch die Hölle des Nordens. Treffpunkt ist unser Büro in Hamburg-Rahlstedt. Nach dem wir die Räder im Anhänger verstaut haben, beginnt um 7:00 Uhr unsere fahrt nach Compiègne nördlich von Paris gelegen. Ein Zusteigen, ist entlang unserer Reiseroute generell möglich, jedoch fahren wir als Treffpunkt nur Rastplätze an der Autobahn an. Im Laufe des Nachmittags erreichen wir unser Hotel in Compiègne im Anschluss holen wir unsere Startnummern. Nach dem Abendessen sollte man noch etwas entspannen und nach Möglichkeit früh zu Bett gehen, denn morgen erwartet uns ein anstrengender Tag.

2. Tag

Es ist so weit, uns erwartet die Hölle des Nordens! Die Startzeit ist zwischen 5:00 -7:00 das heißt dem entsprechend früh aufstehen und frühstücken.

Danach geht es im Teambus zum Startort nach Cambronne-Les-Ribecourt. Das ist ca. 15 km weiter nördlich. Jetzt wird aufgesattelt und los geht es auf die Jagd nach den Pavès des Nordens. Parallel fährt unser Teambus schon einmal nach Roubaix, um uns dort am Velodrom gebührend empfangen zukönnen. Nach dem alle die Schlußrunde im Velodrom ausgiebig genossen haben, können wir uns in den legendären Duschräumen des Velodroms erfrischen. Hier haben bereits alle Größen des Radsports geduscht. Dann geht es ab ins Hotel. Beim Abendessen gibt es über das Erlebte bestimmt viel zu erzählen. Das können nicht viele von sich behaupten, die Hölle des Nordens durchfahren zu haben.

3. Tag

Der Wecker klingelt heute nicht ganz so früh. Nach dem wohlverdienten Frühstück brechen wir in Richtung Heimt auf. Mit der Gewissheit, die Hölle des Nordens überstanden zuhaben, fahren wir nach Hamburg zurück. Dort werden wir am späten Nachmitag eintreffen.

Erst wenn man solch eine Strecke selbst gefahren ist, kann man halbwegs nachvollziehen, was die Radprofis im Laufe ihrer Karriere alles durchleiden. Auf der anderen Seite wird einem dabei aber auch bewusst, was diesen ganz besonderen Reiz der Frühjahresklassiker ausmacht!

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